Das Konzept

Tiergestützte Therapie

"Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Das gilt für körperliche, wie für seelische Erkrankungen. Das Therapiepaar Mensch/Tier fungiert hierbei als Einheit. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen. Zusätzlich werden auch verschiedenste Techniken aus den Bereichen der Kommunikation, Interatkion, der basalen Stimulation und der Lernpsychologie eingesetzt." (Dr. G. Gatterer, TAT)


Was machen Merle und ich?

Ich bin Kindheitspädagogin. Das bedeutet, dass ich ein Studium in "Erziehung und Bildung im Kindesalter" absolviert habe. Der Kern des Studiums bezieht sich auf die frühkindliche Entwicklung bis hin zur Pubertät, Elternarbeit und unter anderem leitungsorientierten Aufgaben. Der Beruf ist vielfältig interpretierbar, gleichzeitig können Kindheitspädagogen in unterschiedlichsten Feldern eingesetzt werden. Im Moment arbeite ich vor allem mit Kindern im Alter von drei bis 15 Jahren, viele davon mit erhöhtem Förderungsbedarf. Meine Aufgaben sind die Erkennung, Sondierung, Unterstützung und Förderung einzelner Defizite (Wahrnehmungsstörungen, Bindungsstörungen, Vertrauensängsten, Sprachentwicklung, ...) der Kinder.

Hierbei unterstützt mich Merle. Hunde haben, wissenschaftlich bewiesen,  allgemein eine sehr beruhigende Wirkung auf die meisten Menschen und reduzieren Stress - alleine durch ihre Anwesenheit. Des Weiteren hat ein Hund langfristig positive Effekte auf den Körper und die Psyche:

- Minimierung von Krankheiten
- Bewegungsmotivation
- Kontaktbereitschaft
- Förderung des Selbstbildes
- Stimulation der Reizaufnahme- und verwertung
- Gefühl der vollkommenen Akzeptanz
- Motivation
- ...

Merle ist eine ausgebildete Therapiebegleithündin und unterstützt meine Maßnahme. Zusammen können wir Menschen mit sozial-emotionalen, motorischen und kognitiven Defiziten und Verhaltensstörungen begleiten.  Merle spricht alle Sinne an, die eine ganzheitliche Förderung unterstützen. Sie schafft eine ganz andere Basis der Kontaktaufnahme und dient in 99% der Fälle als sozialer Katalysator. Des Weiteren ist sie komplett wertfrei - sie reduziert Menschen nicht auf ihr Aussehen, ihre Krankheit oder ihre Sprachprobleme. Sie akzeptiert jedes Lebewesen, behandelt alle gleich und freut sich über jede Kontaktaufnahme - egal um wen es sich handelt. 
Merle arbeitet bis zu zwei Mal in der Woche mit einem Menschen oder mit einer Kleingruppe in Form einer Therapieeinheit zusammen. In ihrer Freizeit ist sie ein ganz gewöhnlicher Hund der seinen Hobbys (schwimmen, fressen, schlafen, etc.) nachgeht. 

Merle kann in verschiedenen Gebieten aktiv werden. Zum einen als Besuchshund (Begleitung des Alltags) in Einrichtungen oder gezielt zur Unterstützung einer therapeutischen Einheit meinerseits. Ihre besonderen Stärken sind:

- Lagerung (als Kopfkissen, im Bett, etc.)
- sportliche Aktivitäten
- beim Lesen und Rechnen unterstützten/motivieren
- Befehle ausüben
- gemeinsam spielen und schmusen
- als Gesprächspartner funktionieren
- etc.

Die Ausführung richtet sich nach dem Krankheitsbild des Patienten oder danach, was genau gefördert/unterstützt werden soll (selbst wenn das, was gefördert werden soll, noch nicht so ganz klar ist). Natürlich eignet sich Merle auch für Besuche, die rein dazu dienen das Thema "Hund" näher zu bringen ("Wie gehe ich mit fremden Hunden um?", "Wie begegne ich einem Hund?", etc.).

Wichtig zu wissen:

  • vor jedem Einsatz gibt es einen "Beschnupperungstermin"
  • Merle ist bei der Uelzener Versicherung während eines Einsatzes versichert
  • das Wohl des Patienten und auch des Hundes stehen im Vordergrund
  • der Hygieneplan muss berücksichtigt werden (wird per E-Mail geschickt)

Merle und ich freuen uns darauf neue, einzigartige und besondere Menschen kennen zu lernen!